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Neustart 14.08.2019


Mittwoch, 14. August 2019 – Wir starten wieder, diesmal Richtung „östliche“ Ostseeküste

km 29.790 13:00 Uhr

Der Start gestaltet sich nicht so einfach…
.. Happy will sich nicht ins WoMo bringen lassen, wir wenden alle Tricks an, um sie „einzufangen“, sie fällt auf keinen rein…..
…..so müssen wir uns halt in Geduld fassen und kommen dadurch erst recht spät los.

. . . auf der Fahrt nach Greifswald

Wir fahren über die A 21 Richtung Rostock bis hin nach Greifswald, wo wir einen abseits vom Trubel gelegenen Camper-Stellplatz bei einem Wohnmobil-Händler uns ausgeguckt haben.
Sehr schön angelegt, mit Entsorgung, Duschen und WC
Nachdem wir eingepackt haben, gibt’s erstmal was zu essen – wir machen uns 2 Dosen Suppe warm, auch mal lecker irgendwie….
…dann schnappen wir uns unsere Fahrräder und ab geht’s in die Stadt


Wir sehen:
St. Jacobi Kirche
Marienkirche
den Dom St. Nikolai

Auf dem „Hauptplatz“ kehren wir beim „Fritz“ ein und genießen in der Sonne ein selbstgebaut Craf-Bier, leider fliesst nur das Pilz aus dem Hahn, wir hätten gerne alle 5 verschiedenen Sorten probiert, die es als „Set“ zu je 0,1 l (eigentlich) gibt!
So gestärkt fahren wir Richtung WoMo zurück, wo wir in einer Seitenstraße Schiffe sehen….ach guck an, Greifswald hat auch einen Hafen! Da fahren wir dann natürlich auch noch hin und sehen ihn uns an….

….bevor wir nun endgültig den Rückweg antreten und noch schnell auf’n Weg bei ReWe einige Kleinigkeiten einkaufen!
Zum Ausklang des Tages ist nun noch Fussball angesagt – Pokalendspiel -Liverpool./.Chelsea, welches Liverpool nach 11 Meterschüssen gewinnt…so holt sich Kloppo den zweiten „Pott“

Donnerstag, 15. August 2019 – Swinemünde

km 30.030 – 10:00 Uhr

Und da wir heute (nur) bis Swinemünde fahren wollen, sind wir bereits am frühen Nachmittag dort! Über das „Blaue Wunder“ überqueren wir den Peenestrom in Wolgast und kommen so auf die Insel Usedom und freuen uns, dass wir „in diese Richtung“ fahren, weil der Gegenverkehr sich kilometerlang staut – wie fahren vorbei an Zinnowitz, durch Koserow, Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und „rüber“ nach Swinemünde!


Einen Grenzübergang gibt es seit 2007 hier nicht mehr, die Kontrollstellen wurden abgebaut und Fußgänger, PKW’s bis 3,5 t (also auch wir mit unserem Wohnmobil) können hier „einfach“ passieren!

Die direkte Straße in die Stadt, an der sich auch der „berühmtberüchtigte“ Polenmarkt befindet ist eine riesige Baustelle und so müssen wir eine Umleitung -kreuz und quer- fahren!
Was sich nicht so einfach gestaltet, weil wir immer wieder mit den Pferdekutschen konfrontiert werden, die die Touris vom Polenmarkt aus durch die Stadt kutschieren…


…unser Ziel ist heute mal wieder der Hafen!
Wir können die Gebühr nur in Zloty zahlen, da wir noch keine Euronen gewechselt haben, muss die Kreditkarte herhalten…
hier ist wieder mit allem:   Entsorgung Versorgung, Strom und angeblich WLan, da ist meine Freude aber groß….

…doch wie so oft, funzt das leider nicht – bin schon etwas angesäuert, weil ich gerne auch am blog weiterschreiben wollte…
….Am späteren Nachmittag machen wir uns dann mit unseren Fahrrädern zu allererst zum Leuchtturm, der schon eine Besonderheit ist…schaut mal auf die Bilder – cool oder!?


Hier am Leuchtturm teilt sich das Gebiet, rechts befindet sich die Hafeneinfahrt und links ist der feine Sandstrand….

Auf dem Weg zum „Leuchtturm“ (wie sich jedoch „später“ heraustellte, ist das kein Leuchtturm sondern „Die Mühlenbake“, die auf der Westmole steht und den Schiffen die Einfahrt in die Swine anzeigt – die stilisierte Windmühle ist rund 10 m hoch und ein Schifffahrtszeichen. Sie wurde im neunzehnten Jahrhundert errichtet, allerdings erst später weiß gestrichen) kommen wir vorbei an dem Fort „Aniola Fortas“ – Festung Swinemünde Engelsburg – ein gigantisches Bauwerk, welches jetzt als Ausstellung und Gastronomie genutzt wird. Die Aufbauten, die auf dem Foto deutlich zu sehen sind wurden zu  letzt von der Sowjetarmee als Funkanlage  genutzt, bis Anfang 1990

Ein Blick zurück . . .

Da heute hier in Polen Feiertag ist, ist schon „ordentlich“ was los, was hier auf der Mole schon bemerkbar macht, allerdings auf der Promenade….Halleluja – Menschenmassen „schieben“ sich hier durch, naja – hier reihen sich ja auch die Exklusivsten Hotels aneinander 5-Sterne Luxushotel Hamilton, Radisson blu sowie das Hilton um nur 3 hier zu nennen…


…wir tun uns diesen Wahnsinn allerdings nicht an, sondern fahren weg von Strand, rein in die Stadt. Hier fahren wir vorbei an schön angelegten Parks ….Von der Innenstadt selbst sind wir etwas enttäuscht, es ist hier alles „sehr einfach“, weil wohl auch das Hauptmerk auf den Hafen bzw. die Strandpromenade gelegt wird….
Im Hafen herrscht tatsächlich reger Betrieb, es laufen ständig Schiffe ein und aus…!

Und auf einigen haben die Teilnehmer sehr viel Spaß . .

Nun denn, wir sind also in die Stadt und es fängt an zu regnen, deshalb setzen wir uns auf dem Plac Wolności, dem Platz der Freiheit unter einem Schirm auf die Terrasse und schnabulieren unser erstes polnisches Bier – preisgünstig und sehr schmackhaft- im übrigen schöner Platz mit einigen restaurierten Häusern….

A-pro-po, etwas zu den Divisen, hier kannst du an jeder Ecke Geld in Zloty tauschen, dafür gibt es  hier sogenannte Kantor – Wechselstuben…
Gegenüber des Cafés hat das Restaurant ……Aussenplätze, also direkt auf dem Platz und ist sehr gut besucht und wir beobachten, wie das Essen serviert wird und „was“ das für Portionen und da wir heute anlässlich des Geburtstages meines Göttergatten Essen gehen wollen, werfen wir nachdem es aufgehört hat zu regnen einen Bild auf die Speisekarte und können uns für eine Fischplatte begeistern und haben auch tatsächlich Glück das gerade ein Tisch frei wird….

Unsere Fischplatte – Anläßlich des Hafenfestes, Umzug einer Dudelsackpfeifer-Gruppe

… zurück fahren wir durch den Hafen, wo die Stände aufgebaut werden bzw. teilweise bereits aufgebaut sind für das, wie man uns gesagt hat:  morgen beginnende Hafenfest…


….ausklingen lassen wir den Abend dann allerdings noch direkt im Hafen, unweit von unseren WoMo entfernt in der „Hafenbar“.

Es war ein wirklich schöner Tag…!

Freitag, 16. August 2019 – Trzesacz

Start 10:15 Uhr – 30.107 km

Heute haben wir unser erstes großes Abenteur mit unserem WoMo, weil wir müssen Fähre fahren – sonst hätten wir einen großen Umweg über Stettin ins Landesinnere fahren müsen und da wir an der Ostseeküste entlang wollen . . . . nun gut, es fängt schon gut an, wir stehen Kilometer weit entfernt bereits in einem Stau und da die Straße sozusagen an der Fähre endet, ist wohl klar, dass alle die hier stehen auch auf die Fähre wollen – „na denn man tau“, wir stehen (nur) gut 1 Stunde in der Warteschleife.

Was sich allerdings auch als interessant darstellt, denn vor uns auf dem Fahrradweg ist eine Rotte Wildschweine und das „Getue“ der Tiere ist schon pussierlich anzuschauen – ich habe bisher immer gedacht, sie wären gefährlich – ehrlich, aber das hier stellt sich ganz anders da, eher so wie im Zoo (ha,ha,ha)

Jetzt ist es gleich so weit und wir sind dran . . . juhu!

Was ist denn da los . . . ?

Endlich geht’s dann rauf auf die Fähre und es ist alles ganz easy und entspannt . . . !

Für WoMo und Transporter ist auf der Markierung noch eine zusätzliche verbreiterte Markierung und insofern, sind die seitlichen Abstände klar – Aufatmen ist angesagt, die Überfahrt geht eigentlich sehr schnell und auf dem Weg zur anderen Seite kommt uns bereits die 2. Fähre entgegen, dass hätten wir nicht gedacht, dass die hier mit 2 Fähren arbeiten – wir sind sehr angenehm überrascht!

So, dann geht es flotte weiter auf der 102 und wir haben gelesen, dass es in der Nähe von Rewal eine sehenswerte Steilküste gibt!

Auf dem Weg dort hin fahren wir wieder einmal durch landschaftlich wunderschönes Gebiet, Wälder, Felder auch noch sehr viel unberührte Natur . . .

Da bietet sich ein sehr günstiger Camper-Parkplatz, einen Ort davor in Trzesacz an und den steuern wir jetzt auch an, er nicht besonders „einladen“, allerdings funktionell . . . . . . wir haben Strom und neben dem Platz ist eine Fischräucherei und direkt daneben führt der Weg direkt zur Steilküste, also bleiben wir für 15 Zlotty die Nacht hier!

Wir oben auf der Steilküste – ohne Netz und doppelten Boden

 

Angekommen, abgestellt, Strom angeschlossen und schon gehst’s los, diesmal zu Fuß zur Steilküste und auch wieder, für mich als Deutsche unvorstellbar – keine Absperrung „bevor’s nach unten“ . . . ich find’s cool, Michael hat ja damit sowieso sein Herausforderungen . . . . wir laufen in Richtung Rewal, oberhalb  der Steilküste, dort gehen wir die Treppen runter zum Strand und gehen zurück in der Richtung wo wir gekommen sind direkt am Strand, bzw. mit den Füßen im Wasser und kommen nun unterhalb der Steilküste vorbei und hier wird das Ausmaß erst richtig deutlich – schon gewaltig, was die Natur für eine Kraft hat. Wir gehen bis zum „anderen“ Aufgang von Strand, hier wurde zusätzlich zum Auf-/Abgang zwei Aussichtsplattformen eingerichtet, auch hier ist wieder enorm was los . . . !

Links neben dieser Aussichtsplattform befinden sich oben auf der Steilküste die Überreste einer Anfang des 19. Jahrhunderts ins Meer gestürzten Kirche, dass ist passiert, weil das Meer „das Teil“ unterspült hat – da wurde jetzt entgegengewirkt, indem der „Abhang“ (ich nenne es mal so) befestig und begrünt wurde….!


Nun geht’s durch den Ort zurück zum WoMo und auf dem Weg kauft sich Michael ein Softeis . .

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte 🤣

Und bei der sich neben dem Stellplatz befindlichen Räucherei kaufen einen „riesigen“ geräucherten  Dorsch . . . . .

. . . . bevor es den zum Abendessen mit Bratkartoffeln und Rührei gibt, sehen wir noch das hier . . .

Das geht auch noch mal schneller und höher mit Propeller-Antrieb

Und dann auch noch . . . . Fußball -auweia- erst:  HSV ./. Bochum (1:0) und dann auch noch der Start der ersten Liga – Bayern ./. Hertha (2:2)

Gute Nacht – bis morgen . . . !

Samstag, 17. August 2019 – weiter bis nach Mielno

km 30.180 – Start 10:30 Uhr

Heute morgen erleben wir mal wieder ein kleine Überraschung . . .

. . . so wie wir sie bereits schon mal in Frankreich hatten – gegen 9:00 Uhr klopft es an unsere Tür – okay!?!? Es ist der Parkplatz-Wart und er möchte noch einmal 15 Zlotty kassieren, weil wir ja nach 8:00 Uhr noch hier stehen, ist der Preis auch für den heutigen Tag noch zu zahlen – naja, okay „ist halt wie es ist“ bei 3,45 Euronen pro Tag . . .

Nach unserem Müslie-Frühstück starten wir weiter gen Osten auf der 102, heute wollen wir bis Wielno fahren. Diesmal macht uns die Straße keine Freude – es reiht sich Schlagloch an Schlagloch auf der rechten Straßenhälte – wir haben fast das Gefühl wir werden Seekrank  . . . unglaublich!

Allerdings ist die Landschaft durch die wir fahren, wirklich wieder sehr schön – viele Straßen umsäumt mit Bäumen, teilweise Felder so weit das Auge reicht und Wälder, alles sehr idyllisch und noch mal „eine größere Dimension, wie wir es bereits aus MeckPom kennen!

Nach vielen „Geschaukele“ errreichen wir Kolberg, wir fahren etwas rein in die Stadt – weil wir beim InterMarche einkaufen wollen. Der SuperMarket liegt gut, wir können „nebenan“ gut parken und die Auswahl hier ist enorm – wir finden tatsächlich „Geflügelwurst“, „einen Fischaufstrich“ sowie einen vegi Aufstrich“- ich bin schon mal begeistert . . . !

Jetzt wollen wir noch irgendwie Würstchen ohne Schwein – und es ist kaum zu glauben, unsere Gespräch hört jemand mit, der deutsch spricht und fragt uns, wie er uns helfen kann – wir sind immer wieder begeistert von der Hilfsbereitschaft der Polen (schon bei unseren früheren Reisen, noch ohnen WoMo) und so können wir dank der Hilfe dieses netten Polen auch noch 2 frische Gefügel-Würstchen kaufen . . . DANKE . . . !

Weiter geht die Fahrt jetzt über die „11“ und die Fahrt wird wesentlich angenehmer, die Straße ist TOP . . ! In Bedzino biegen wir rechts ab, nach Mielno und hier fahren wir durch sehr schöne schmale Alleen und links und rechts am Straßenrand gibt es auch sehr vielen brachliegende Felder mit Wildkräutern und -blumen – es ist wirklich ein Genuß, dass zu sehen !

Wir kommen trotz der schmalen Straße gut vorran, bis wir Mielno erreichen und hier beginnt der Stau, in dem wir nur schrittweise vorrankommen und nochmal ein 3/4 stündchen länger brauchen um anzukommen! Wir fahren zur ausgeschilderten Einfahrt, das Tor ist zu – als wir gesehen werden, kommen sofort 2 Männer, öffen das Tor und weisen uns ein – der Stellplatz liegt direkt im Garten eines Wohnhauses . . .allerdings irgendwie „nett“ hier, die beiden sind sehr bemüht und sprechen gut deutsch, was uns natürlich (ganz ehrlich) sehr entgegen kommt. Es ist ein ganz kleiner Platz – na logisch, wenn er sich in einem Garten befindet- und hier haben auch nur 4 Camper Platz, „der Rest“ sind Wohnwagen  . . . der Preis ist hier (leider) ach Quatsch, dass passt schon – 167 Zlotty für 2 Tage, aber mit Dusche, Toilette, Strom und funktionierendes WLan . . . YÄH!

Wir kommen gegen 14:00 Uhr an, schnell ist alles angeschlossen und schon wird das Mittag bereitet – wir haben ja die Geflügelwürste und diese machen wir uns „heiß“ – einen grünen Salat und Kartoffelsalat dazu, fertig ist unser Mittag  . . . war auch wieder okay! Und dann, na klar – ist wieder Fußball, heute Dortmund ./. Augsburg (5:1) und dann noch die 2te Halbzeit: Southampton./. Liverpool (0:1) schön war’s!

Danach geht’s zu Fuß an den Strand und Halleluja – was hier los ist, noch am Abend gegen 18:30 Uhr es ist unglaublich, der Strand, die Prommenade und die Wege zum Strand voll mit Menschen – es gibt auch ein Live-Konzert heute hier . . . wir sind echt beeindruckt und mal ehrlich, dagegen ist Malle wirklich „PillePalle“ . . . ha,ha,ha

Nachdem wir unseren Spaziergang beendet haben, nutzen wir den Internet-Zugang und ich schreibe hier am blog . . . bis morgen, denn wir bleiben noch einen Tag!

Und die Katzen . . !?

Hazly ist sooooo müde und Happy checkt noch schnell die Bitcoinkurse am PC 🙀

 

Sonntag, 18. August 2019 – mit dem Fahrrad zum Leuchtturm im Ortsteil Gaski

Tja und heute sind wir dann mittags los mit den Fahrrädern zum 12,5 km entfernten Leuchtturm, der uns von 51 m Höhe einen herrlichen Rundblick über die Strände bieten soll . . .

. . . die Strecke dorthin beginnt mit einem sehr schönen Radweg durch den Wald, zwischendurch machen wir einen Abstecher zum Strand, wo ein HOT DOT-Verkäufer mit seinem „Ziehwagen“ sitzt – und die Gewürzgurken unter seinen Stuhl stehen hat – na ich sag‘ da jetzt mal weiter nix dazu, aber in Deutschland . . .. .

. . . allerdings müssen wir dann irgendwann uns ins Wuseling begeben, da wir durch die verschiedensten Ortsteil von Mielno kämpfen müsse, aber wirklich im wahrsten Sinne des Wortes – es ist unglaublich, welche Menschenmassen sich hier durch die Ortschaften schieben – ganz ehrlich, wenn ich das nicht mit eigenen Augen sehen würde, ich täte es nicht glauben – unvorstellbar!

Aber egal – Auf dem Weg dorthin passieren wir den 16 Längengrad

Kommen in einem Ortsteil vorbei, wo gerade ein Gottesdienst stattfindet und dieser über Lautsprecher „auf die Straße“ übertragen wird und Hunderte von Menschen stehen vor der Kirche und nehmen am Gottesdienst teil – fazinierend, ehrlich!

Und dann auch tatsächlich am Leuchtturm an!

 

Auch hier ist alles auf „Kommerz ausgerichtet“ . . .

 

. . . beim Aufstieg zum Leuchturm wird bereits angestanden – na bravo, ist ja auch gut, wenn sie nicht zu viele Menschen auf einmal rauf lassen, nachher kippt der noch um, weil ja fast alle sich die Strandseite ansehen wollen . . . 😲. . .allerdings geht’s dann letztendlich doch verhältnismäßig schnell und wir sind oben – YES!

Allerdings die „versprochene“ Aussicht auf die kilometerlangen Strände können wir nicht bewundern, da zwischenzeitlich der Wald zu hoch gewachsen ist – naja, beeindruckend war der Ausblick von hier oben schon – doch, was einem so in den Reiseführern beschrieben wird, ist schon teilweise echt fragwürdig!

Blick von oben vom Leuchtturm

Wir gönnen uns nach dem Abstieg noch ein kleines Bierchen und treten dann den Rückweg an . . .

…kommen wieder durch den Ortsteil, wo die Messe war und besichtigen die Kirche – sehr schönes „Teil“, der gesamte Dachausbau ist aus Holz!

Zu essen gibt es dann Mozzarella/Tomate – mmmmmmh immer wieder lecker!

Da wir den ganzen Tag unterwegs waren, legen wir nach dem Essen eine kleine Pause ein, ich schreibe am blog und Michael „horcht mit Hazly an der Matratze“ . . . da sind die beiden sich wirklich einig!

Dann machen wir uns nochmals auf in den Ort und an den Strand, beobachten das Treiben und Spektakel, kehren in ein nettes Restaurant an der Prommenade ein und genießen hier den Sonnenuntergang! Und morgen geht es weiter wohl bis nach Leba, weil hier gibt’s ein absolutes Highlight zu sehen, welches es nur 3 x in Europa gibt, aber mehr dazu morgen! Gute Nacht . . . !

Montag, 19. August 2019 – Weiterfahrt Richtung Leba

km 30.267  – Start 10:30 Uhr

Gestern Nacht hat es noch gestürmt und geregnet – heute morgen ist es allerdings wieder trocken!

Wir kommen auch rechtzeitig los und setzen heute morgen nach „einer Dusche“ in der Anlage und unserem Frühstück unsere Reise fort, wir werden vom Stellplatz-Besitzer persönlich verabschiedet – wirklich total nette Leute hier und so höflich und zuvorkommend – gefällt!

Weiter geht es erstmal nach Köslin, auch dieser Ort wurde von der Zerstörung des Zweiten Weltkrieges nicht verschont und so ist daher die Stadt vom Plattenbau aus den sozialistischen Nachkriegsjahren geprägt . . .

. . .wir fahren weiter über die S6/E28 und durchfahren jeden, aber auch jeden Ort…!?

Bis wir zu Slupsk kommen, dort geht’s auf eine -wie wir sagen würden, Schnellstraße wo sich die 2spurigen Fahrbahnen  wechseln….diese Leichtigkeit wird allerdings abrupt beendet, als wir in Mianowice abbiegen Richtung Leba – halleluja, ich möchte keinem raten – diese Strecke zu fahren! Erstens ist sie schmal und zweitens „die Straße einfach auf“! Schlagloch an Schlagloch, wir können meistens grad mal 50/60 km fahren und müssen aufpassen, weil wir andauernd überholt werden von den PKW’s und Transportern!? – das ist schon echt eine richtige Herausforderung! Allerdings muß ich auch gestehen, dass wir durch verschlafene Ortschaften fahren und natürlich, ihr könnt es euch sicherlich bereits denken – durch landschaftlich wunderschönes Gebiet und auch hier wieder, unbeschreibliche Weiten und wieder sehr viel brachliegendes Land mit Wildblumen und -kräutern sowie viele Kartoffelfelder!

Wir sehen auf dem Weg einen „neuen“ Spermarket -Dino-, den kennen wir noch nicht und fahren ihn an! Wie sagte doch mein Mann so schön? „Vielleicht wird es der Supermarkt unseres Vertrauens“ naja, schaun mer mal – wir kaufen nur einige, wenige Kleinigkeiten ein, dieser Market hat eine kleine aber feine Frischetheke aus der wir 4 Hähnchenbrustfilet „mitgehen lassen“ – 2 für uns und 2 für unsere Mädels, die flippen immer völlig aus, wenn es abgekochtes Hähnchenfilet gibt 😺

Wir waren nur schnell im Supermarket und schon haben es sich unsere beiden Mädels auf unseren Sitzen bequem gemacht . . .

Ich möchte nochmals auf die Route zu sprechen kommen – unbedingt durch Mianowice gerade durchfahren, weiter bis nach Lebork/Lauenburg über die S6/E28 und dann erst „hoch“ über die 214 nach Leba! Auch wenn das von den km sicherlich mehr ist, die Straße 214 ist jedoch topp in Schuß! Wie wir bemerkt haben, als wie diese auf den „letzten Metern“ bis zum Zielort erreicht hatten und fahren durften!

Eingeparkt, Strom angeschlossen, Markise ausgefahren, Stühle und Tisch raus – die „letzten“ Sonnenstrahlen genießen

In Leba haben wir uns einen kleiner Campingplatz ausgeguckt „Marco Polo“, der uns nach dem Anschauen auch sehr gut gefällt und bei dem wir jetzt auch bleiben – die Dame an der Reception sprich englisch und ist total nett, wir dürfen uns unseren Platz selbst aussuchen – naja, und das kennt ja jeder – wer die Wahl hat, hat die Quahl . . . wir bekommen es allerdings tatsächlich hin,  uns für einen Platz zu entscheiden . . .

. . . der unter Bäumen liegt, damit morgen das WoMo im Schatten steht, wegen unserer beiden Mädels – weil wir den ganzen Tag ja unterwegs sein werden!

Da es heute (nur) ein Müslie Frühstück gab, haben wir auch nach der Ankunft Hunger!

Wir braten uns unser Hähnchenfilet, frischen Blattsalat haben wir noch, den wir uns jetzt mit Dressing als Salat auch zubereiten und ein Rest Kartoffelsalat st auch noch da, Mozza/Tomate war auch von gestern übrig geblieben und Brötchen hatten wir uns im Supermarket geholt – daraus entsteht ein opulentes Mahl!

Danach machen wir ein kleines Mittagspäuschen , bevor wir dann gegen 18:00 Uhr starten um den Ort ein wenig zu erkunden . . . die Fußgängerstraße direkt im Ort ist sehr beschaulich, doch als wir dann in die erste Seitenstraße zum Strand abbiegen ist dort wieder „Halligalli“, es ist schon phänomenal – wie ein nicht enden wollendes Volksfest mit allen möglichen und unmöglichen Attraktionen – sehr, sehr viel auch gerade für Kinder . . !

Und wisst ihr, was total lustig ist – ein 0,3 l Bier kostet 8,00 Zloty und ein 0,5 l Bier = 9,00 Zloty – deshalb steht auf dem Bild am Strand ein „großes“ Bier auf dem Tisch  . . . wir sind zwar keine „Sparfüchse“-ABER 🤭

Abendstimmung am Hafen und am Strand . . .

Als wir auf der Brücke stehen und die Fotos machen von „der Abendstimmung am Hafen“m, da spricht mich ein Herr an und will mir einen Flyer in die Hand drücken. Er guckt mich an und fragt.:“Bist du Deutsch“ (ich hasse das, warum „erkennt“ man mich blos immer und ich hatte wirklich nix gesagt – also dran konnte es auch nicht liegen) – na egal, es stellt sich dann sehr schnell heraus, dass dieser „mężczyzna“ (Mann) sehr gut deutsch sprach und mich im nächsten Step fragte, woher ich denn komme . . . Hamburg „Meine Perle“, davon war er total begeistert – ist ja klar – und erzählte dann, dass er in Deutschland lange Jahre gearbeitet hat und zwar auf der Insel Sylt – tja, die Welt ist wirklich „nur noch“ ein Dorf. Und er hat jetzt ein Restaurant in Leba für das er hier die Flyer verteilt . . . .

Dienstag, 20. August 2019 – Wir fahren in die Sahara

Ja, heute fahren wir mit den Fahrrädern in die polnische Sahara, der Fahrrad-Weg dorthin ist top und es sind auch nicht so viele Menschen unterwegs – insofern kommen wir gut voran . . .

Auf dem Weg . . .

Die polnische Sahara ist 18.000 Hekta groß, liegt im Slowinski Nationalpark und steht auf der Liste der schützenswerten Biophärenreservate der UNESCO und in diesem fahren ausschließlich Elektrofahrzeuge!

Der Aufstieg – die Düne erstickt die Bäume – Dünengras

Entstanden ist sie nach der letzten Eiszeit, als sich das Eis zurückgezogen hat und eine Moränenhügelkette entstand, konnte sich diese Landschaft entwickeln. Von der Seeseite her wehte der Wind und brachte den Sand in Bewegung Richtung Landesinnere. In der ursprünglichen Meeresbucht entstanden Nehrungen, allerdings – die größte und wohl auch schnellste Änderung kam durch den Menschen. Es wurden die Wälder gerodet und so konnten sich Wanderdünen bilden . . .

. . . die größte ist die Lonsker Düne, die wir erklommen haben – 42 Meter hoch und sie bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 10 Metern pro Jahr vorwärts – von hier aus haben wir einen fantastischen Rundblick auf der einen Seite aufs Meer und der anderen Seite auf den türkisblau funkelnden Lebsko-See!

Oben angekommen – Blick auf den Lebsko-See

Die Düne ist nur im eingegrenzten Bereich zu begehen und wenn wir in die Richtung gucken, die im Video zu sehen ist und wo die beiden „Vermesser“ laufen, können wir sehen, wie sich durch den Wind die Düne ganz feinstaubig weiter aufbau . . . wow

Eine Dünenlandschaft ähnlich wie diese, gibt es in Europa nur weitere 2x – an der französischen Atlantikküste und in der Kurischen Nehrung in Litauen . . .

 

Wir gehen von der Düne aus noch runter an den Strand, der -aufgrund des Weges hier her- wenig besucht ist und kühlen uns etwas ab. . .

…fix und fertig, aber glücklich nach diesem erlebnisreichen Tag bei strahlendem Sonnenschein kehren wir zum Wohnmobil zurück und kochen unser Essen – heute mal mit Gemüse, wir hatten im Supermarket Wachsbohnen gekauft und diese werden heute verkocht, auch haben wir noch „den Rest“ von den Geflügelwürstchen, zu denen wir durch die freundliche Hilfe eines deutsch sprechenden Polen am 17.08., naja und so wird es mit Salzkartoffeln und einer Mehlschwitze zu einem schmackhaften Essen . . .

. . . ich schreibe jetzt noch am blog und dann, ab in die Koje – morgen geht’s weiter Richtung Danzig, mal schauen wie weit wir kommen

Mittwoch, 21. August 2019 – Weiterfahrt nach Ddansky/Danzig

Start: 10:15 Uhr – km 30.414

Heute Nacht hat es geregnet und jetzt ist es auch noch bewölkt! Was haben wir doch gestern für ein unglaubliches Glück gehabt, dass wir bei strahlenstem Sonnenschein auf der Wanderdüne „wandern“ konnten . . . unser Freund, der Mario würde dazu sagen: „Wenn Engel reisen . . . “ Scheint wohl tatsächlich was wahres dran zu sein 🤣

Nach einem ausgiebigen „Müslie-Frühstück“🤗 , machen wir uns für den Start bereit! Wir wollen heute Richtung Danzig fahren, dazu fahren wir erstmal zurück auf der 214 (die wir zum Teil von der Herfahrt kennen und sehr gut in Schuß ist) bis nach Wicko/Vietzig und dort biegen wir auf die 213 ab, weil wir eigentlich noch den nördlichsten Punkt Polens *Kap Rozewie* „mitnehmen“ und vor der Halbinsel Hela nochmal Halt machen wollten, um diese auf dem neu angelegten Fahrradweg zu erkunden – allerdings drehen wir nach den ersten Metern wieder um, weil es schon wieder „gut“ los ging mit den Straßenschäden und „nein danke“, nicht schon wieder! Diese Entscheidung war super . . ! Wir fahren die 214 runter bis nach Lebork/Lauenburg von hier aus über die 6/E28 und den letzten Rest, bereits auf Höhe Danzig auf der 7/E77 und obwohl dies ja eine Autobahn ähnliche Straße ist, führt sie durch alle auf der Strecke liegenden Orte hindurch, wo natürlich Ampeln sind und Zebratreifen . . . .Umgehungsstraßen gibt es in Polen kaum!  Die einzige die wir bisher gesehen haben war in Slupsk. Während der Fahrt regnet es auch ab und zu mal wieder und wir sehen auch „alte Bekannte“ – wie Media-Markt, Lidl, McDonalds, KFC,

Direkt nach Danzig rein fahren wir über zwei Brücken und in der Stadt angekommen, gestaltet sich der Weg zu unserem ausgeguckten Stellplatz „Camper Park 114 Stogi“ etwas merkwürdig, wir fahren durch Wohngebiet, viele Baustellen -sieh aus, als würden sie hier ein Bahnstrecke bauen-, vorbei an gesperrten Straßen, die immer schmaler werden, na – wenn das mal alles so seine Richtigkeit hat.  Wahrscheinlich hat Tante  Google mal wieder den kürzesten Weg und nicht den Schnellsten ausgewählt  🤪. . . Allerdings sind wir trotzdem guter Dinge, weil diesen sektakulären Weg vor uns ein Linienbus fährt und wie sich „am Ende“ herausstellt, die Bus-Endhaltestelle ist nur wenige Meter von der Einfahrt zum Camperstellplatz entfernt….

Der Camper Park im Regen . . 💦

Bei dem Weg hier her, wundere ich mich sehr, was hier los ist – ehrlich!

Es ist ein schöner Platz unter Bäumen und Nahe am Strand, als wie ankommen regnet es erstmal wieder – egal, es ist Mittagszeit und wir wollen sowieso erstmal etwas essen,

Meine Assistentin *nicht* nur beim blog-schreiben

also machen wir uns daran zu schaffen und essen gemütlich während der Regen auf unser WoMo-Dach prasselt, heute gibt es: Bauernfrühstück mit grünem Salat 🤩

So langsam hört es wieder auf zu regnen und die Sonne kommt durch, trotzdem machen wir erstmal ein Mittagspäuschen – Happy und ich schreiben am blog und danach werden wir die Gegend erkunden.

Nach und nach füllt sich hier so langsam der Stellplatz, wir haben uns etwas abseits gestellt und als der erste „Nachbar“ eingeparkt hat, gab es gleich „Action“, die haben einen Hund und der mag keine Katzen – na, passte ja super . . . der gleich auf unsere zwei los, die hinter der Fliegentür saßen und das Theater war groß . . . Hund bellt – Katzen fauchen und haben „Puschelschwänze“, der Nachbar fängt seinen Hund wieder ein, verfrachtet ihn im Wohnmobil und fährt einen anderen Platz an. . . .

. . . der nächste der kommt, einige Zeit später – da „passt“ die Frau nicht auf beim Einweisen und der nietet den massiven Holz-Boller der Absprerrung um, beim Einparken – wie haben wir doch früher immer gesagt „Liebe Eltern, ich weiß gar nicht was ich euch schreiben soll, aber hier ist vielleicht was los .. .“

Naja, nach dieser ganzen Aufregung 🤭 und unserer Mittagspause sind wir dann endlich los, erst runter an den Strand, dort allerdings ganz schnell wieder weg -schaut auf die Bilder und ihr wisst warum-  und in den Ort gefahren, vorbei an einem kleinen See – das war’s mit unserem Erkunden der Gegend…

…auf dem Rückweg „greifen“ wir uns noch eine Flasche Rotwein und so lassen wir ganz gemütlich den Abend ausklingen . . . morgen geht’s dann auf zur Stadtbesichtigung mit dem Fahrrad und darauf freuen wir uns schon sehr –